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§ Alltag

SCHUFA & Bonität verstehen

Die `SCHUFA` speichert Daten zu Ihrer Zahlungsfähigkeit und beeinflusst Wohnung und Verträge. Einmal im Jahr steht Ihnen eine kostenlose `Datenkopie` nach Art. 15 `DSGVO` zu.

5 Min Lesezeit· HieuThu Redaktion· Veröffentlicht am 24.5.2026

Was die SCHUFA ist

Die SCHUFA (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist die größte Auskunftei Deutschlands. Sie sammelt Daten zu Ihrem Zahlungsverhalten — etwa Bankkonten, Kreditkarten, Handyverträge, Kredite — und berechnet daraus einen Score, der die Wahrscheinlichkeit fristgerechter Zahlung ausdrückt. Das ist Teil Ihrer Bonität.

Warum die SCHUFA wichtig ist

Viele Vermieter verlangen vor der Vermietung eine SCHUFA-Auskunft. Auch Banken, Telefonanbieter und Ratenhändler prüfen die Bonität, bevor sie einen Vertrag schließen. Ein niedriger Score oder ein Negativeintrag (etwa eine offene Forderung) kann dazu führen, dass eine Wohnung oder ein Vertrag verweigert wird. Deshalb sollten Sie wissen, was die SCHUFA über Sie speichert.

Die kostenlose Datenkopie einmal im Jahr

Nach Art. 15 DSGVO haben Sie das Recht, von einer Auskunftei mindestens einmal jährlich eine kostenlose Kopie Ihrer Daten (Datenkopie) zu verlangen. Bei der SCHUFA heißt diese die SCHUFA-Datenkopie nach Art. 15 DSGVO. §34 BDSG ergänzt dieses Auskunftsrecht im deutschen Recht. Verwechseln Sie die kostenlose Auskunft nicht mit kostenpflichtigen Produkten (etwa dem BonitätsCheck) — die Auskunft nach Art. 15 DSGVO ist stets kostenlos.

So erhalten Sie die Datenkopie

Sie bestellen die Datenkopie direkt über die offizielle SCHUFA-Website. Eine Ausweiskopie ist nur nötig, wenn Ihre Identität nicht zweifelsfrei feststeht. Die Auskunft zeigt Ihnen alle gespeicherten Daten, deren Herkunft und die Empfänger, an die Daten weitergegeben wurden.

Positive und negative Einträge

Nicht jeder Eintrag ist schlecht. Ein Positivmerkmal (z. B. ein vertragsgemäß bedienter Kredit oder ein ordnungsgemäß geführtes Konto) kann die Bonität stützen. Ein Negativeintrag entsteht typischerweise bei nicht bezahlten, unstrittigen Forderungen nach Mahnung. Gespeicherte Daten werden nach festgelegten Fristen wieder gelöscht; erledigte Forderungen bleiben in der Regel noch eine bestimmte Zeit gespeichert, bevor sie entfernt werden. Prüfen Sie über die kostenlose Datenkopie regelmäßig, welche Merkmale eingetragen sind.

So vermeiden Sie Probleme

Bezahlen Sie Rechnungen fristgerecht und reagieren Sie früh auf Mahnungen, statt sie zu ignorieren. Bei einer berechtigten, aber gerade nicht zahlbaren Forderung suchen Sie das Gespräch mit dem Gläubiger (z. B. Ratenzahlung), bevor ein Negativeintrag entsteht. Kündigen Sie nicht genutzte Konten und Verträge, und halten Sie Ihre Adresse aktuell, damit Post Sie erreicht.

Falsche Daten korrigieren oder löschen

Stellen Sie falsche oder unzulässig gespeicherte Daten fest, haben Sie Anspruch auf Berichtigung, Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung — und das unentgeltlich. Ein formloses Schreiben, das konkret benennt, welche Daten unrichtig sind, und nach Möglichkeit Belege enthält, genügt. Hat ein Gläubiger Falsches gemeldet, fordern Sie auch den Gläubiger zur Richtigstellung gegenüber der SCHUFA auf. Während der Prüfung muss der strittige Eintrag für die Weitergabe gesperrt werden. Bleibt das Problem ungelöst, können Sie sich an die Datenschutzbehörde wenden.

Diese Information ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.